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SCHRITT 1: SUCHE DER GEEIGNETEN FAHRSCHULE.

Die Fahrschule Achim Schmid ist eine integrative Fahrschule für Menschen mit und ohne Handicap, die einzige Fahrschule in Göppingen mit einem medizinisch und technisch geschulten Team. Wenden Sie sich möglichst noch vor der Beantragung der Fahrerlaubnis bei der Behörde an uns. Wir haben die notwendige Erfahrung in der Ausbildung behinderter Menschen. Wir können Ihnen wertvolle Unterstützung bei der Bewältigung der behördlichen Beantragung und bei eventuellen Begutachtungen geben, so dass Sie unnötige Wege und damit auch Kosten sparen. Wir sind in der Lage, auch Termine für technische Gutachten für Sie zu organisieren.

Spezialisiert sind wir ebenfalls auf progressiv verlaufende Krankheitsbilder. Eine langfristige, bedarfsgerechte und kosteneffiziente Versorgung steht bei uns im Vordergrund.

Der Arbeitskreis „handicap“ der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. hat eine Adressen- und Datensammlung erstellt.

Diese Liste enthält die Adressen der etwa 170 Fahrschulen in Deutschland, die professionell die Ausbildung behinderter Menschen durchführen.

Dieser Liste enthält eine Aufschlüsselung bis zu welcher Behinderung eine Fahrschule ausbilden kann.

Hierfür wurde ein Zahlenschlüssel von Stufe 1 bis Stufe 7 entwickelt.

Die Fahrschule Achim Schmid bedient die Kennziffern: 1, 2, 3, 5, 7 (eingeschränkt)

Über den Link der "Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände " steht Ihnen die aktuelle Liste zum Download zur Verfügung.

SCHRITT 2: DER ANTRAG BEI IHREM KOSTENTRÄGER (LEISTUNGSTRÄGER).

Zunächst sollten Sie klären ob und von wem Sie ggf. gefördert werden. Lesen Sie hierzu unsere Informationen „Kann ich gefördert werden? Zuständige Kostenträger!".

Wenn Sie förderfähig gemäß den Vorgaben der Sozialträger in Deutschland sind, ist es erforderlich, dass Sie vor Anmeldung bei einer Fahrschule einen Antrag bei Ihrem zuständigen Kostenträger stellen.

Ihren Antrag stellen Sie auf Basis der gleichen Antragsformulare und Regelungen auf denen Sie später auch die Kostenübernahme für den behindertengerechten Umbau oder den Zuschuss zum PKW-Kauf stellen. Nahezu alle Kostenträger in Deutschland wenden die Regelungen der Kraftfahrzeugshilfe-Verordnung (KfzHV) an.

WICHTIG: Beantragen Sie formlos im Rahmen des Führerscheinerwerbs die Kostenübernahme evtl. erforderlicher Gutachten direkt mit.

Der Zuschuss zur Erlangung des Führerscheins ist nicht begrenzt. Jedoch richtet sich die Zuschusshöhe, wie beim Autokauf, nach der monatlichen Bezugsgröße des Einkommens.

Das bedeutet: Liegt das monatliche Einkommen bei bis zu 40% der Bezugsgröße wird Ihnen ein Zuschuss in voller Höhe der notwendigen Führerscheinkosten gewährt. Bei bis zu 55% der Bezugsgröße werden ca. 2/3 der Kosten erstattet und bei bis zu 75% noch 1/3.

SCHRITT 3: ANMELDUNG BEI DER FAHRSCHULE

Die Fahrschule stellt dann gemeinsam mit Ihnen einen Antrag "auf Erteilung der Fahrerlaubnis" bei der zuständigen Führerscheinstelle.

In diesem Antrag muss angegeben werden, ob Ihre körperlichen oder geistigen Fähigkeiten in irgendeiner Weise durch Unfall oder Krankheit eingeschränkt sind.

Die zuständige Behörde wird in der Regel Fachleute zu Rate ziehen und Sie auffordern ein medizinisches und ein technisches Gutachten vorzulegen.

SCHRITT 4: DIE GUTACHTEN

Sie benötigen zwei Gutachten: ein medizinisches und ein technisches Gutachten.

ALLGEMEINES ZUM GUTACHTEN

Das Gutachten sollte verständlich, logisch und nachvollziehbar sein. Es sollte nur die Punkte aufgreifen, die Ihre Fahreignung von der nicht behinderter Menschen unterscheidet.

Wenn das Gutachten für Sie unverständlich ist, sollten Sie sich nicht scheuen, nachzufragen und ggf. Nachbesserungen zu verlangen.

Sie sind Auftraggeber der Gutachter und entscheiden, wer das Gutachten erstellt und wie weiter damit verfahren wird. Das bedeutet z. B. auch, das Sie entscheiden ob Sie es der Führerscheinstelle vorlegen oder nicht. Alle Gutachter unterliegen der Schweigepflicht. Es ist nötig, dass Sie dem Gutachter durch Unterschrift gestatten, das Gutachten an bestimmte Stellen weiterzuleiten. Auch steht es Ihnen frei, ein neues Gutachten bei einem anderen Sachverständigen erstellen zu lassen.

DAS MEDIZINISCHE GUTACHTEN

Dieses Gutachten sollte von einem Facharzt (idealerweise einem Verkehrsmediziner) geschrieben werden. Es sollte in allgemein verständlicher Sprache gehalten sein und Auskunft darüber geben, welche Krankheit oder Behinderung vorliegt. Des weiteren sollte es klären, inwieweit diese Behinderung/Krankheit Sie im Bezug auf die Fahrtüchtigkeit einschränkt. Begnügen Sie sich daher nicht mit einem Attest oder einer Bescheinigung, diese haben keine ausreichende Aussagekraft.

In den meisten Fällen reicht dieses „einfache" medizinische Gutachten aus.

Sollte bei Ihnen ein neurologischer Befund vorliegen oder Ihr Handicap Spasmen verursachen können, wird in der der Regel ein Medizinisch-Psychologisches Gutachten erforderlich sein. Insbesondere bei folgenden Erkrankungen ist dies häufig erforderlich: spastische Lähmungen, Schädel-Hirn-Traumata, Schlaganfall, Spina Bifida und Multiple Sklerose.

Neben der medizinischen Untersuchung erfolgt eine psychologische Untersuchung, in der Ihr Leistungsvermögen dahingehend überprüft wird, ob Sie ein Fahrzeug ordnungsgemäß durch den Straßenverkehr steuern können. Es wird dabei getestet, ob Ihr Wahrnehmungs-, Orientierungs- und Reaktionsvermögen sowie Ihre Konzentration ausreichend sind, um am Straßenverkehr teilnehmen zu können.

DAS TECHNISCHE GUTACHTEN

Dieses Gutachten wird von einem amtlich anerkannten Sachverständigen des TÜVs oder der DEKRA erstellt. In diesem Gutachten legt der Sachverständige fest, welche Hilfsmittel und Umbauten Sie für das Führen eines Kraftfahrzeuges mindestens benötigen.

Der Gutachter kann hierzu auch eine Fahrprobe oder eine Messung Ihre Restkräfte verlangen.

SCHRITT 5: DIE FAHRAUSBILDUNG

Die Fahrausbildung verläuft in der Regel ab hier wie die anderer Fahrschüler auch. Sie müssen mindestens 14 Theoriestunden und 12 Sonderfahrten vorweisen. Bevor jedoch der Fahrlehrer mit Ihnen die Sonderfahrten (5 Überlandfahrten, 4 Autobahnfahrten, 3 Nachtfahrten) durchführt, wird er eine in seinem ermessen liegende Anzahl an Übungsstunden mit Ihnen durchführen.

Am Ende der Fahrausbildung steht die Zulassung zur theoretischen und zur praktischen Führerscheinprüfung und deren Durchführung.

SCHRITT 6: EINTRAGUNG VON AUFLAGEN UND/ODER BESCHRÄNKUNGEN

Nach bestandener Prüfung sind Sie nun endlich im Besitz der Fahrerlaubnis. Der Führerschein beinhaltet alle Auflagen und Beschränkungen. Das sind alle Punkte, die Ihnen der Sachverständige in seinem technischen Gutachten auferlegt hat. Sie dienen dazu, dass Sie sich sicher im Straßenverkehr bewegen können.

Die Auflagen sind seit Einführung der EU-Führerscheine in Kennziffern verschlüsselt. Was diese Kennziffern bedeuten, finden Sie hier.